Sei doch mal authentisch!

Authentizität.

Die ist schwer angesagt und inzwischen ein entscheidender Erfolgsfaktor im Business. Authentizität ist vor allem wichtig fürs Marketing: Da wollen wir unbedingt authentisch rüberkommen, damit der Kunde Vertrauen aufbauen kann. Führungskräfte sollen neuerdings ebenfalls authentisch sein, Bewerber in Vorstellungsgesprächen auch und Speaker auf der Bühne sowieso. Irgendwie jeder.

Aber was heißt das eigentlich und wie geht das?

Frag mal fünf Menschen, wie sie den Begriff Authentizität definieren, wahrscheinlich bekommst du fünf verschiedene Antworten. Wikipedia sagt dazu:

„…sich gemäß seinem wahren Selbst, d. h. seinen Werten, Gedanken, Emotionen, Überzeugungen und Bedürfnissen auszudrücken und dementsprechend zu handeln…Dies setzt Selbsterkenntnis durch Selbst- und Fremdwahrnehmung und Selbstreflexion voraus, um sich seiner selbst und seines Handelns bewusst zu werden.“

Ja, dann mal los. Fällt dir das leicht? Ich zumindest hatte über viele Jahre meine Schwierigkeiten damit. Und ich finde: Der Rat „Sei doch mal authentisch!“ ist genau so schwer zu befolgen ist „Los, schlaf jetzt!“.

„Sei doch einfach mal, wie du bist!“

Das hat mir mal  eine sehr nette, sehr lebenserfahrene „Mitpatientin“ in der Reha gesagt: Aus gegebenem Anlass, während einer anderthalbjährigen Krankheitsphase, in der ich damals steckte. Das war 2011 und ich weiß noch, dass ich sie erst ganz verblüfft angeguckt habe: Wieso, ich bin doch…

Danach kam ich erst schwer ins Grübeln und dann zu dem erstaunlichen Ergebnis: Ich weiß  ja gar nicht, wie ich bin! Damit begann für mich ein sehr erkenntnisreicher Weg, der mir auch heute immer noch Neues beschert.

Ich bin jetzt seit fünf Jahren als Unternehmerin unterwegs, und das hat mich vor allem eins gelehrt:

Selbständigkeit ist der beste Weg zur Selbsterkenntnis.

Auf diesem Weg habe ich unter anderem meine Intuition entdeckt und festgestellt, dass ich ihr durchaus vertrauen kann. Ich bin weicher geworden (und das lasse ich jetzt stehen und lösche es nicht! 😉 ), ich habe in der Beratung ein gutes Gespür dafür, was mein Gegenüber jetzt braucht und in welcher Schleife er vielleicht gerade festhängt.

Ich weiß aber auch, was ich brauche, damit es mir gut geht, und ich kenne meine wichtigsten Werte. Einer davon ist Freiheit. Ich weiß, wie ich arbeiten möchte, und ich kenne vor allem mein Warum, und das ist wichtig, denn:

Unser Warum ist ein wichtiger Bestandteil unser Marke.

Mit unserem Warum identifizieren sich Kunden nämlich viel mehr als mit der Beschreibung dessen, was wir tun. So ist auch Anfang dieses Jahres meine neue Dachmarke entstanden:

„Stark und frei.“

Genau so möchte ich nämlich leben und arbeiten, und das wollen meine Kunden auch. Denn Umsätze und Planzahlen, Konzept und Strategie hin oder her: Für jeden Unternehmer, egal ob Solopreneur oder Chef von 1.000 Mitarbeitern, ist das eigene Selbstverständnis und der Glaube an sich selbst absolut entscheidend.

Es ist etwas ganz anderes, ob man die Dinge aus freien Stücken gestaltet, weil man sich stark und frei fühlt, oder ob man getrieben wird, wodurch auch immer.

So denke, lebe und arbeite ich inzwischen, so sieht meine Website aus, so halte ich meine Vorträge und  schreibe meine Blogartikel.  Dafür ist der Begriff   „steffilicous“ entstanden: Das bin ich, und so bin ich authentisch. Den Menschen, die das mögen, mit denen klappt die Zusammenarbeit auch richtig gut, und sie sind hinterher hochzufrieden (was sie sagen, kannst du übrigens bei „Kundenstimmen“ lesen).

Diese Rückmeldung bekomme ich von Website-Besuchern, Bloglesern, Kunden, Vortragszuhörern, Workshopteilnehmern. Und von Freunden, die einem unbedingt ab und zu auch mal auf liebevolle Art die ungeschminkte Wahrheit sagen sollten. 😉

Der Vorteil ist: Wer dieses „steffilicous“ nicht mag, den spricht wahrscheinlich schon meine Website nicht an und den könnte ich als Kunden wohl kaum zufrieden stellen: Der wäre nicht glücklich mit mir, und für den passen andere Branchenkollegen besser.

Eine Marke entwickelt sich immer weiter…

…und mit ihr entwickelt sich der Mensch dahinter: Das eine bedingt das Andere und ist die Voraussetzung für bleibenden  Erfolg. Je besser ich mich kennenlerne, desto mehr weiß ich, wie ich ticke – und wieviel ich davon zeigen möchte. Genau das ist für mich Authentizität, und ich habe irgendwann im Netz mal genau die für mich passende Definition gelesen:

Ich zeige nicht alles, was ich bin.
Aber ich bin alles, was ich zeige.

Noch mehr über mich gibt’s… Überraschung, auf meiner Über-mich-Seite. 😉

Und du? Was bedeutet für dich „authentisch sein“?

Das ist der 14. von 30 Artikeln, für den ich mir den Timer auf 10 Minuten gestellt und den ich in eins durchgeschrieben habe, daher der Hashtag #10minBlog. Was es damit auf sich hat, kannst du im Artikel von Tag 1  „Neu: Gedankensprudel!“ nachlesen. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, nach dem In-eins-Durchschreiben drei, vier Sätze als als Überschrift zu formatieren: Ich schreibe meine Texte nie nach SEO-Kriterien, aber über Überschriften freut sich Google. Und das ist die einfachste SEO-Maßnahme. 😉

Wenn du auch ein Thema hast, zu dem du etwas von mir wissen möchtest: Immer gern!

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