Zuhören.

Wissen wir eigentlich wirklich immer, wie sich unser Angebot für unsere Kunden anfühlt, anhört, darstellt, wie sie es “erleben”? Was hilft: Wenn wir viel mehr zuhören, als dass wir reden. Und wenn wir uns das Ganze immer wieder aus der Perspektive unserer Kunden ansehen, neudeutsch:

Customer Experience.

Ich habe ein wunderbares Beispiel aus der Praxis:

Musik! Wenn ich im Auto bin, höre ich sie gern laut, auf Parties und Veranstaltungen ebenso. In Cafés aber nervt es mich sehr, wenn die Musik (vor allem tagsüber) so laut und/oder so nervig ist, dass man sich nicht unterhalten kann oder nicht mal konzentriertes Lesen möglich ist.

Auch Chill-out- und Lounge-Musik kann nämlich den Wohlfühlfaktor mächtig beeinträchtigen, wenn sie alles übertönt. Dann ist für mich gar nichts mehr chillig. Wenn ich in erster Linie Musik hören will, gehe ich woanders hin. Und inzwischen höre ich das auch immer öfter von jüngeren Leuten; das ist also keine Altersfrage.

In Hamburg-Bergedorf gibt es ein kleines Café mitten in der Fußgängerzone, nur sechs Tische. Da saß ich neulich nach einem ziemlich hektischen Tag und wartete auf eine Verabredung. Außer mir war gerade kein anderer Gast da, und nach einer Weile fing ich quasi an zu schnurren, weil sich maximal entspannte, leise Musik irgendwo aus einem Lautsprecher in mein Ohr schmeichelte. Ich merkte, wie sich meine innere Drehzahl dadurch wohltuend verringerte.

Das sagte ich der jungen Frau, die hinter dem Tresen stand: “Die Musik ist so schön entspannt, und es ist echt angenehm, dass sie nicht so laut ist!”

Da lächelt sie und sagt: “Ach, wissen Sie: Ich habe gemerkt, dass die Leute nachmittags oft etwas angespannt hier rein kommen, nach der Arbeit oder so. Da suche ich dann immer Musik zum Relaxen raus.

Und damit ich weiß, ob die Lautstärke ok ist, setze ich mich, wenn gerade niemand da ist, probehalber an ein, zwei Tische und höre, wie laut die Musik da ist.”

Ich war hellauf begeistert:

So geht “sich in die Schuhe seiner Kunden stellen”. Genau so. Da kann man doch gleich nochmal überlegen, wie und wo man sich selber “hinsetzen” müsste, um den Blickwinkel der eigenen Kunden einzunehmen… 😉

Es stimmt einfach: Der Trick beim Reden ist das Zuhören.

Für meine #10minBlog-Artikel stelle ich mir den Timer auf 10 Minuten und schreibe sie in eins durch: Ohne Konzeption und ohne Recherche. Seitdem macht das Bloggen wieder Spaß, und wie es dazu kam, kannst du im Artikel von Tag 1  „Neu: Gedankensprudel!“ nachlesen. Nach dem “Runterschreiben”  formatiere ich nur noch drei, vier Sätze als als Überschrift: Darüber freut sich Google. Und das ist die einfachste – und meine einzige – SEO-Maßnahme. 😉

Unter dem Hashtag #10minblog findest du auf Twitter alle Artikel dieses Formats, bei dem inzwischen auch andere Blogger mitmachen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Bitte rechnen Sie: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.