Profilschärfung goes Workshop!

Freitag, der 13. wird ab sofort zum offiziellen Glückstag erklärt: Haben Sie Lust, sich ein bisschen mitzufreuen?

Mein erster Workshop hatte Premiere!

Netzwerken Sie? Klar. Ich auch – und ich finde, ich habe die besten Netzwerke der Welt 😉 . Eins davon ist der Ladies Club Bergedorf . Und kennen Sie eigentlich das Schloss Bergedorf? Nein? Das ist aber schade!

Da läuft nämlich seit Ende 2014 eine richtig gut gemachte Ausstellung zum Thema „Barbie wird 50 – Frau und Beruf“. Dafür wurde außerdem ein tolles Begleitproramm auf die Beine gestellt  und hier schließt sich der Kreis:

Der Ladies Club Bergedorf (LCB) wurde eingeladen, mit einigen ausgewählten, kostenlosen Veranstaltungen dieses Begleitprogramm mitzugestalten und dafür Vorschläge einzureichen. Ich hatte beschlossen: Es wird Zeit für den ersten Workshop und den bietest du im Rahmen des  LCB-Pakets mit an. Und die Museumsleitung entschied: Ich durfte auch dabei sein!

Mein Workshop-Thema lautete:
„Warum sollten Ihre Kunden ausgerechnet Sie beauftragen?“
Ein Workshop für Unternehmerinnen und Unternehmer
Freitag, 13. März, 14 – 17 Uhr

Das war die Planung im Dezember.

Dann rückte der Termin allmählich näher. Hmmm… Wieviele Anmeldungen wohl kommen, wenn der Termin bekanntgemacht wird? Eine Handvoll? Oder hoffentlich ein paar mehr? Und wenn, gefällt’s den Leuten dann auch? Die übliche Arie der „Queen of Skepsis“ (that’s me). Vergleichbares  finden Sie übrigens unter „Bekenntnisse eines Messefrischlings“.

Gut, dann stell‘ ich das jetzt mal 10 Tage vorher als Xing-Veranstaltung rein und dann…

Und dann kamen die Anmeldungen. Fünf, zehn, sechzehn, zwanzig. Das Museum hatte eine entsprechende Pressemitteilung rausgegeben; dort waren bis zum Vortag fünf weitere Anmeldungen eingegangen. Spannung und Vorfreude stiegen, meine Twitterwelt freute sich mit:

Es ist soweit: Freitag, 13. März. Showtime.

Ob alle kommen, die sich angemeldet haben? Bestimmt nicht.
Auf jeden Fall haben wir im Schloss eine grandiose Kulisse:
Da geht’s rein…

Eingangstür

Das „Große Gerichtszimmer“ – ein Traum!

Kamin

Die ersten sind da…

Raum1

Was soll ich sagen – sie kamen. Alle, die angemeldet waren…

…und noch mehr: 32 Stühle waren aufgestellt und alle bis auf den letzten Platz besetzt: Lauter gestandene Unternehmerinnen und Unternehmer. Und zwar nicht nur aus dem Raum Bergedorf, sondern aus allen Teilen Hamburgs und auch aus der weiteren Umgebung. Um 14.05h ging’s los, ich hatte nach wenigen Minuten sämtliches Lampenfieber über Bord geschmissen und mich warmgelaufen. Die Teilnehmer auch:

Raum2

Angeregtes Stimmengewirr: So kommen Menschen miteinander in Kontakt und Spaß scheint’s auch zu machen!

Hier erzählen sie gerade auf meine Bitte hin ihrem jeweiligen Sitznachbarn , was sie beruflich so machen. Das Besondere daran: „Beschreiben Sie das bitte mal so, wie Sie es nicht einem Erwachsenen, sondern einem plietschen Zwölfjährigen erklären würden!“ 😉

Drei Dinge hatten an diesem Tag Hausverbot:

Erstens Power Point, zweitens der Terminus „Zielgruppe“ und drittens der USP: Unique Selling Proposition oder auch Alleinstellungsmerkmal – dieses nebulöse und völlig überstrapazierte Gebilde. Stattdessen ging es um die Themen Wunschkunden und „Wie möchte ich arbeiten: Was biete ich wem wie an, warum und wozu?“ Wie mache ich die Welt meiner Wunschkunden besser und wie vermittle ich ihnen das – egal, in welcher Branche und egal, ob Einzelunternehmer oder KMU.

Zwischendurch wurde es ein paar Mal für jeweils fünf bis zehn Minuten mucksmäuschenstill im Raum: Da hatten die Teilnehmer Gelegenheit, anhand der vorbereiteten Workshop-Unterlagen ihre eigenen Impulse, Ideen und Gedanken zu konkreten Fragen zu formulieren. Und anschließend folgten auch jedes Mal einige meiner Bitte, etwas über ihre frisch gewonnenen Erkenntnisse zu erzählen. Ein sehr schönes Beispiel:

„Ich merke gerade, dass mein Wunschkunde so tickt wie ich – der ist mir total ähnlich!“

Eine  „Buzzword-Liste“…

…war ebenfalls Bestandteil der Workshop-Unterlagen: Sie enthielt jede Menge Begriffe von authentisch über kundenorientiert bis Wertschätzung, die es an diesem Tag zu vermeiden galt. Versuchen Sie mal für sich selbst, diese leeren Phrasen zu verbannen und stattdessen mit Ihren eigenen Worten zu erklären – und tun Sie das am Besten in Zukunft immer!

 Wir waren uns alle einig: Kompetenz, Qualität, Zuverlässigkeit usw. sollten die Basics sein – und nichts, was einer besonderen Erwähnung wert wäre. 

Wir vergleichen uns nämlich nur mit Mitbewerbern, für die all das selbstverständlich ist. Entscheidend ist das Vertrauen unserer Kunden – die Chemie muss stimmen. Dafür stehen wir im wahrsten Sinne des Wortes mit unserem Namen, unserer Persönlichkeit und unserer Begeisterung für das, was wir tun. Und das sagen wir unseren Wunschkunden so, dass sie wissen, was sie davon haben, dass es uns gibt: Ohne Marketingsprech, Worthülsen und das übliche Blabla.

Trauen wir uns, aus der Deckung zu treten, nicht mehr die Farben unserer Umgebung anzunehmen: Mut zum eigenen Profil und damit raus aus der Vergleichbarkeit. So, wie es zu uns passt und wir uns damit wohlfühlen – dann sind auch unsere Wunschkunden glücklich und wissen ganz genau, warum sie ausgerechnet uns beauftragen sollten. Wir betreiben unser Business sozusagen frei nach Shakespeare:

„Wie es euch gefällt – und wie es mir gefällt.“

Fazit:

Ich weiß natürlich nicht, ob dieser Workshop nun allen gefallen hat. Aber ich darf ja den Satz „Everybody’s-darling-is-everybody’s-Sie-wissen-schon“ nicht nur predigen, sondern mir den Schuh auch selbst anziehen: Er muss auch nicht jedem gefallen. Ich war jedenfalls in meinem Element und es hat mir großen Spaß gemacht.

Als ich dann um 17.05 Uhr zum Ende kam, gab es fröhlichen Applaus. Und kurz darauf standen lauter begeisterte Teilnehmer um mich herum, die sich bedankten („Der beste Workshop, den ich je mitgemacht habe“ – Hallo?? 🙂 ), die mir gratulierten (ich hatte nämlich zwischendurch spontan öffentlich „gebeichtet“, dass das mein 1. Workshop war) und die mich um Visitenkarten baten.

Wissen Sie was?

Ich habe mich reich beschenkt gefühlt: Das war ein großartiger Tag! Danke an die Teilnehmer: Sie waren ein wunderbares Premierenpublikum und die Spendenbox für unser Patenprojekt „Dolle Deerns – Mädchentreff Lohbrügge“ haben Sie kräftig gefüttert!

Ein Dankeschön geht an Frau Dr. Riller, die Leiterin des Museums im Schloss Bergedorf, für die unvergleichlich tolle Kulisse, die sie zur Verfügung gestellt hat. Ein Tipp, liebe Leser, falls Sie eine tolle Location suchen: Das „Große Gerichtszimmer“ kann man auch für andere Veranstaltungen mieten! Von Flipchart bis Beamer ist alles vorhanden und ein hilfreicher Technik-Geist steht immer parat.

Und schließlich merci vielmals an die Damen vom Ladies Club Bergedorf: Fabelhafte Energie, toller Support, prima Truppe!

Übrigens: Workshops wird’s von mir jetzt öfter geben.

Diese kostenlose Veranstaltung war ein einmaliges, spezielles Format für ein größeres Publikum. Künftige Workshops zum Thema „Warum sollten Ihre Kunden ausgerechnet Sie beauftragen“ sind  auf maximal zehn Teilnehmer zugeschnitten: So können wir auf jeden Einzelnen ganz konkret eingehen. Und auch andere Themen sind bereits in der Planung. Ich halte Sie auf dem Laufenden. 😉

Und Sie so?Madrid Schaufenster_If you want something

Vielleicht habe ich Ihnen jetzt ja auch Mut gemacht, sich selbst ebenfalls mit dem Thema „eigener Workshop“ zu befassen. Sie können auch erstmal mit mit einem Vortrag zu Ihrem Leib-und-Magen-Thema starten, um sich auszuprobieren: Zehn bis zwanzig Minuten reichen völlig. Fragen Sie sich: Worüber sprechen ich in Bezug auf mein Business am liebsten, welches Thema macht mir am meisten Spaß?

Dafür müssen Sie keine Rampensau sein: Jeder hat seine ganz eigene Art, Dinge zu präsentieren und Ihre Zuhörer werden es mögen. Außerdem gilt „Better done than perfect“ – auch Steve Jobs hat klein angefangen. Bieten Sie das doch mal im Rahmen Ihres eigenen Netzwerks an; da sind Sie quasi „unter sich“ und das 1. Mal findet in einer Art geschütztem Raum statt – wie wär’s?

Und wenn Sie mögen, erzählen Sie gern von Ihren eigenen Erfahrungen: Ich würde mich freuen!

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