Der Glaube an sich selbst.

“Ich glaube an dich.”

Das ist einer der schönsten und wichtigsten Sätze auf der Welt. Wenn uns das jemand sagt, dem wir vertrauen und der uns wohlgesonnen ist, verleiht uns das Flügel, macht uns stark und frei.

Im Idealfall sind wir in einer solchen Umgebung aufgewachsen, mit Menschen, die uns das Gefühl gaben: “Mach einfach. Marschier los, probier dich aus, ich trau dir das zu.

Und falls es wider Erwarten nicht so läuft wie geplant: Macht auch nix; ich bin da, als Zuhörer, und auf Wunsch als Ratgeber.”

Das schafft ein Fundament fürs ganze Leben.

Ist aber eben der Idealfall und kommt daher nicht allzu häufig vor. So oder so: Wie stark unser eigener Glaube an uns selbst ist, schwingt immer und überall mit – privat und beruflich, ob es uns bewusst ist oder nicht.

Für Unternehmer spielt der Glaube an sich selbst eine ganz besondere Rolle, bei Gründern genauso bei  bei “alten Hasen”  und viel öfter als gedacht: Nämlich auch bei sehr erfolgreichen Menschen, bei denen man das gar nicht vermuten würde. Und das Thema begegnet mir immer wieder in der Beratung.

Übrigens hat sich das eine Kundin als Thema für einen Blogartikel gewünscht. 😉

Wir alle wollen uns von den Mitbewerbern unterscheiden, eine unverwechselbare Marke sein. Eine klare Positionierung entsteht aber nicht durch ein schickes Label, das wir uns aufkleben, sondern erstmal von innen nach außen: Also im Kern  aus unserer Persönlichkeit, und die ist unter anderem geprägt durch Erlebnisse, Erfahrungen und durch Glaubenssätze, die auf unserer inneren Festplatte herumschwimmen.

Wenn wir mit so einem unerschütterlichen Glauben und Urvertrauen ins Leben gestartet sind, umso besser – bei mir war das definitiv nicht der Fall. An mich zu glauben gehörte lange Zeit nicht zu meinem Repertoire.

Aber das Gute ist:

Der alte Spruch “Was Hänschen nicht lernt…” stimmt einfach nicht mehr! Die moderne Hirnforschung hat nämlich die großartige “Neuroplastizität des Hirns” entdeckt, und ich liebe dieses Thema, denn es bedeutet:

Wir können tatsächlich unsere Hirnstruktur verändern und neue Synapsen bilden: Indem wir alte, ausgetretene Gedankenautobahnen verlassen und neue Denk-Wege, also innere Überzeugungen entwickeln. Daraus entstehen dann Trampelpfade, die sich allmählich immer mehr verbreitern, je öfter wir uns ganz bewusst und gezielt für sie entscheiden, anstatt immer wieder auf die alten, gewohnten Autobahnen einzubiegen.

Wir knüpfen dadurch neue neuronale Netze, und das kann man mit bildgebenden Verfahren sichtbar machen – wie genial ist das bitte?!?

Individuelle Routenplanung statt Autopilot, quasi. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber man kann klein anfangen, und dann entwickelt es sich langsam, aber stetig. Mir hat dabei vor allem Folgendes geholfen:

Worauf sich deine Aufmerksamkeit richtet, das verstärkt sich.

Welchen Impulsen gibst du mehr Raum – den Selbstzweifeln oder den Gedanken, die dich bestärken? Worauf dein Autopilot programmiert ist, dorthin biegst du gedanklich ab. Also: Ab jetzt auf manuelle Steuerung umschalten, weg von den Autobahnen und rauf auf die neuen, noch schmalen, wenig begangenen Denk-Pfade. Je öfter du die wählst, desto breiter werden sie. Irgendwann sind das wunderschöne Alleen, und die früheren Autobahnen werden irgendwann immer mehr von Gestrüpp überwuchert, weil da keiner mehr lang fährt. Nur noch manchmal, wenn du aus Versehen in die alte Denke rutscht, und dann merkst du es viel eher und fährst an der nächsten Ausfahrt gleich wieder runter auf eine der neuen, viel schöneren Alleen. 😉

Such dir Menschen, die dich ermutigen.

Wohlwollende Kritiker mit Ahnung von der Materie, die dir sagen: Mach mal, du kannst das. Und die ihrerseits einen starken Glauben an sich selbst haben, selbst ihren Weg gehen und damit – nach ihren eigenen Maßstäben! – erfolgreich sind. Und meide die Menschen in deinem Umfeld, die, aus welchen Gründen auch immer, deinen Glauben an dich selbst erschüttern.  Oder lass zumindest nicht mehr zu, dass sie dir “Öl in den Brunnen kippen”.

Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen.

“Der Tod eines jeden Glücks ist der Vergleich.” Du wirst IMMER jemanden finden, der vermeintlich “besser” ist. Das heißt nicht, Scheuklappen zu entwickeln, und es ist toll, sich durch andere inspirieren zu lassen, sich weiter zu entwickeln. Und je nach Typ hast du auch vielleicht auch Spaß am Wettbewerb.

Aber der Maßstab bist du selbst: Kreiere deinen eigenen Standard, denn nur daraus entwickelst du auch deine eigene Marke. Werde das, was dir als Kind vielleicht vorgeworfen wurde: Eigensinnig.

Fang in kleinen Schritten und in bekömmlichen Dosen an, und je öfter du es tust, desto besser geht es.

Übrigens: Ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe in meinem Leben um nichts so sehr gekämpft wie um den Glauben an mich selbst, und dieser Kampf ist wohl nie ganz vorbei. Ich steige mit manchen alten Impulsen auch heute immer noch mal wieder in den Ring, wenn sie in meinem Kopf aufploppen. Aber ich gedenke, diesen Kampf nie wieder zu verlieren.

Und deshalb halte ich es heute mit Pippi Langstrumpf: “Das habe ich noch nie gemacht… also gehe ich einfach davon aus, dass ich es kann, wenn ich es will.” 😉

Für meine #10minBlog-Artikel stelle ich mir den Timer auf 10 Minuten und schreibe sie in eins durch: Ohne Konzeption und ohne Recherche. Warum ich das so mache, kannst du im Artikel von Tag 1  „Neu: Gedankensprudel!“ nachlesen. Nach dem “Runterschreiben”  formatiere ich nur noch drei, vier Sätze als als Überschrift: Darüber freut sich Google. Und das ist die einfachste – und meine einzige – SEO-Maßnahme. 😉

Unter dem Hashtag #10minblog findest du auf Twitter alle Artikel dieses Formats, bei dem inzwischen auch andere Blogger mitmachen.

Das heutige Thema hat mir meine Kundin und mittlerweile gute Freundin Susanne Schreeck geschenkt. Wenn du auch ein Thema hast, zu dem du etwas von mir wissen möchtest: Immer gern!

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