Black Friday: Werte, Marke und Glaubwürdigkeit.

Ein sehr spontaner #10minBlog: Ich muss mich mal kurz aufregen. 😉

Ich habe heute im Autoradio diverse Werbespots zum Black Friday gehört: Vom X-Zoll-Blabla-Flatscreen-Hausaltar bis zum Designerschuh wird heute alles “zu Hammerpreisen!!!” rausgehauen. Und drüben auf Facebook diskutiert man/frau unter BeraterInnen auch gerade darüber, heute oder an diesem ganzen Wochenende irgendwelche besonderen Rabatt-Aktionen anzubieten.

Ich sehe es so:

Mir als Konsumentin, die prinzipiell nur dann online kauft, wenn es das Produkt nicht im örtlichen Handel gibt, verursacht der Black Friday wahre  Fluchtgedanken bei der Vorstellung, welche Menschenmassen sich heute und morgen durch die Hamburger City oder irgendwelche Einkaufszentren wälzen.

Grundsätzlich freue ich mich selbst natürlich auch, wenn ich mal unerwartet etwas zum reduzierten Preis bekomme, zum Beispiel wegen Sortimentswechsel. Und wenn ich in der Situation wäre, drei Kinder mit neuer Winterkleidung ausstatten zu müssen, hätte ich auch eine andere Sicht darauf. Aber davon mal abgesehen:

Egal, ob offline oder onnline: Wenn diese “Hammerpreise!!!!”, also diese exorbitanten Rabatte (“20% auf alles!!!”) wirklich echt sind, wo bleibt dann die Wertschätzung für die Produkte? Alle reden über Nachhaltigkeit – ich vermute, die wenigsten Leute ziehen heute los und kaufen ganz gezielt genau das, was bei ihnen schon länger auf dem Zettel steht.

Einer dieser Werbespots lockte zu allem Überfluss (im wahrsten Sinne des Wortes! 🙂 ) mit “Belohnen Sie sich heute mal selbst!!” Ich finde, so verlieren wir den Wert der Dinge aus den Augen und das Gefühl dafür, was uns wirklich wichtig ist.

Wo bleibt bei diesen “Hammerpreisen!!!” außerdem die Wertschätzung für die Menschen, die in den Geschäften in der Beratung und im Verkauf arbeiten (sehr viele Frauen) und die sowieso schlecht bezahlt werden?

Abschließend meine Sicht als selbständige Dienstleisterin:

Meine Kunden haben am Black Friday den gleichen Nutzen von meinem Angebot wie immer. Der Wert unserer Zusammenarbeit bleibt gleich – warum also sollte der Preis dafür sinken?

Selbst wenn es, wie einige Kolleg*innen das propagieren, ein Umsatzbooster sein sollte: Das ist für mich eine Frage der Glaubwürdigkeit, und die sehe ich als wichtigen Bestandteil meiner Marke. Solche “Hammerpreise!!!” wird es auch künftig bei mir nicht geben, und ich werde mich auch in Zukunft nicht ihretwegen ins Gewühl stürzen.

“There is always someone cheaper.”

Wie siehst du das?

Ich wünsche allerseits ein entspanntes Wochenende. 😉

Für meine #10minBlog-Artikel stelle ich mir den Timer auf 10 Minuten und schreibe sie in eins durch: Ohne Konzeption und ohne Recherche. Seitdem macht das Bloggen wieder Spaß! Nach dem “Runterschreiben” gucke ich nur noch nach Tippfehlern, suche mir ein schönes Bild und formatiere noch drei, vier Sätze als als Überschrift: Darüber freut sich Google. Und es ist die einfachste SEO-Maßnahme.

Unter dem Hashtag #10minblog findest du auf Twitter alle Artikel dieses Formats, bei dem inzwischen auch andere Blogger mitmachen.

Wenn du auch ein Thema hast, zu dem du etwas von mir wissen möchtest: Immer gern!

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