Wenn’s am schönsten ist…

… nein, dann bloß nicht aufhören! Im Gegenteil: Dann erst recht weitermachen und zwar genau da, wo es am allerschönsten ist 😉 .

Das kann allerdings manchmal auch ausarten, im besten Wortsinn: Deshalb war hier auf dem Blog eine Weile Funkstille – und die ist jetzt beendet. Also, was war los?

Profilschärfung, ganz viel. Und außerdem?

Eine Menge. Falls wir uns noch nicht so lange kennen, müssen Sie  wissen: Mit dem Angebot Profilschärfung hat meine Selbständigkeit vor vier Jahren angefangen. Ich habe vor allem Einzelberatungen gemacht, das Hauptthema war „Warum sollten Ihre Kunden ausgerechnet Sie beauftragen?“  Dabei drehte sich alles um Markenbildung, Marketingstrategien & Co.

Anfangs habe ich ausschließlich mit Solopreneuren gearbeitet, dann kamen größere Unternehmen dazu, später Vorträge und Workshops.

Das alles mache ich immer noch, ich habe viel mit meinen Kunden gelernt (auch über mich selbst) und es macht mir riesigen Spaß. Darüberhinaus  haben sich inzwischen ganz neue, wunderbare Felder aufgetan! Das ist toll – und wurde gleichzeitig allmählich zum echten Problem.

Ich bin nämlich sozusagen das „Änderhaus“.

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus mit nur einem großen Raum: Dieser Raum war bei  mir die Profilschärfung als zentrales Thema. Und im Laufe der Zeit merken Sie dann, dass – ups? – immer mehr Gäste ein- und ausgehen, länger bleiben, öfter kommen, Freunde mitbringen. Das freut Sie natürlich!

Also bauen Sie an: hier eine Terrasse, da einen Wintergarten, einen separaten Eingang, ein Extra-Zimmer, eine Außentreppe. Ein Anbau nach dem anderen – ohne Plan, sondern immer nach Bedarf. Kennen Sie das Änderhaus aus der „Unendlichen Geschichte“, dem immer neue Zimmer wachsen? Genau so.

So sehen mein Business und auch meine Website inzwischen ausach du Schande. Auf der Startseite ist nur von Profilschärfung die Rede und im Angebotsbereich kommen dann noch lauter andere Sachen zum Vorschein: Das sind nämlich die ganzen Anbauten – dafür fehlt aber zum Beispiel der Hinweis auf Vorträge völlig, weil ich die zwar mit Begeisterung halte, aber keinen Oberbegriff dafür hatte und so geht das alles gar nicht!

EDIT: Das ist inzwischen geändert 😉 . Angebotsstruktur und Webtexte sind mittlerweile aktualisiert; ein neues Kleid für die Website entsteht hinter den Kulissen.

Ich. Bin. Kein. Coach.

Also, was dann? Aus der Profilschärfung, dem ursprünglichen zentralen Raum im Haus, entstanden also aus der Zusammenarbeit mit Kunden ganz von selbst neue  Themenbereiche: Geschäftsentwicklung geht ja nicht ohne Persönlichkeitsentwicklung, wer hätte das gedacht… 😉

Für  meine Kunden wurde in der Beratung zusätzlich zu all den Business-Aspekten die Beschäftigung mit persönlichen Fragen immer wichtiger. Das betrifft übrigens auch – und gerade – die sogenannten Erfolgsmenschen:

Was hat mein  Selbstwert mit meinem unternehmerischen Erfolg zu tun? Selbstvertrauen, der Glaube an sich selbst: Wer bin ich, was kann und will ich eigentlich – und was glaube ich „sein zu müssen“?  Eigenbild versus Fremdbild, was bin ich mir eigentlich wert, wie führe ich mich selbst und andere?

Dann entwickelte sich speziell für Frauen in Führung das Thema „Lust auf einen starken Auftritt? Durchsetzungsfreudig statt immer nur nett!“

Außerdem kamen immer öfter Führungskräfte zu mir, die sich abseits der hard facts Zeit für eine persönliche Bestandsaufnahme nehmen wollten: Mal raus aus der ewigen  Selbstoptimierung und weg von den üblichen Beratungsszenarien, ab nach draußen.

Und vor allem etwas, woran mein Herz besonders hängt: Die Pferde in meine Arbeit mit Kunden mit einbeziehen zu können. Ich liebe den Umgang mit Pferden, sie eröffnen Menschen auf wunderbare Weise einen ganz neuen Zugang zu sich selbst – und ich bin auch einfach unglaublich gern draußen.

Viele Bereiche meiner Arbeit beinhalten natürlich auch Coachingelemente – aber ich bin kein Coach. Sondern?

Das ist hier die Frage.

All diese Themen galoppieren inzwischen wie in einer kleinen Pferdeherde vergnügt in alle Richtungen durcheinander und ich will keines davon aufgeben! Und genau deshalb habe ich eine Weile nicht gebloggt, weil mir sozusagen die Klammer fehlte:

Eine Dachmarke, die all das bündelt, was ich inzwischen tue und liebe.

Immer, wenn ich mit einem Blogartikel anfing, dachte ich, nee – du verfusselst dich gerade völlig, das will doch kein Mensch lesen. Ich geriet immer wieder in einen tiefen Zwiespalt:

Alle anderen schreiben fachlich top und super strukturiert, liefern Tipp eins bis fünf, Checklisten, den berühmten „Mehrwert“. Und ich?? Also habe ich den Laptop jedes Mal wieder zugeklappt. Und so ging das seit Monaten.

Also: Eine neue Marke muss her.

Und weil wir ja wissen, dass auch Profis selber Profis beauftragen, weil man für sowas jemanden braucht, der sich damit auskennt und von außen draufguckt… 😉 , habe ich jetzt die wunderbare Maren Martschenko an meiner Seite:

Wir sammeln seit ein paar Wochen all die fröhlich durcheinander tobenden Pferde ein und machen eine richtig schicke Herde daraus.

Den Markenkern haben wir bereits – und ich bin hellauf begeistert. Der ist nämlich 100% steffilicious.

Und deshalb darf hier auch dieses Foto rein, weil es eines der wenigen Bilder von mir ist, das ich richtig gern mag ( by Martina van Kann).

Hinter den Kulissen entsteht derweil eine passende Markenstrategie, kriegt die Website ein neues, schickes Kleid und entwickeln sich immer mehr Ideen für Vorträge und für Menschen, Unternehmen und Verbände, die das alles interessieren könnte. Und das sind viel mehr, als ich gedacht hätte. Wow.

„Quick ’n dirty“!

Das ist ein wunderbares Motto meiner Netzwerkkollegin Ute Blindert  und es ist wie für mich gemacht: Genauso werde ich in Zukunft bloggen – schnell und schmutzig, also ohne in Schönheit zu sterben, sondern viel mehr aus dem Leben und der Arbeit mit meinen Kunden  und vor allem ohne Perfektionsanspruch. So macht das Schreiben viel mehr Spaß – und das Lesen hoffentlich auch.

Also: Bleiben Sie mir gewogen und bleiben Sie dran; ich halte Sie auf dem Laufenden. Und übrigens: Möchten Sie hier eigentlich weiterhin gesiezt werden oder wollen wir zum Du übergehen?

PS: So richtig quick ’n dirty war das mit der Entstehung dieses Blogartikels jetzt doch noch nicht, aber ich übe ja noch. 😉 Und falls Ihnen der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn Sie ihn weiterempfehlen.

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