Tipps für eine gelungene Website, Teil 1

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
Schauplatz: Ihre Website.

Im vorherigen Artikel zum Thema hatte ich eine ziemlich bösartige Negativliste erstellt 😉 –
aber mit dem Versprechen, handfeste Tipps folgen zu lassen. Los geht’s!

Wir beginnen – Sie ahnen es – mit der Startseite.

Kleiner Ausflug in die Welt der Instinkte:
SäbelzahntigerWie tickt „mensch“? Wie ist es für uns, einen Laden, ein Restaurant oder überhaupt ein Gebäude das erste Mal zu betreten? Zunächst müssen wir uns eine Weile orientieren: Unser Schritt verlangsamt sich, der Blick schweift umher, wir peilen die Lage.
Kein Säbelzahntiger in Sicht – dann gehen wir weiter.

Rufen Sie sich bitte kurz den Eingangsbereich Ihres Supermarktes ins Gedächtnis. Ich meine keinen Discounter, sondern einen Vollsortimenter. In jedem Rewe- oder Edeka-Markt finden Sie auf den ersten Metern nach dem Eingang so gut wie kein Warenangebot:

Stattdessen erstmal freie Fläche, vielleicht einen Packtisch, erst weiter hinten (!) gestapelte Einkaufskörbe. Aus verkaufspsychologischer Sicht macht das Sinn: Wir müssen (wegen Säbelzahntiger & Co.) als erstes immer ein paar Schritte lang das Terrain sondieren, bevor wir ein Warenangebot überhaupt detailliert wahrnehmen können. Erst jetzt sind wir  aufnahmebereit, können die ersten Entscheidungen treffen. Trifft sich gut:
Inzwischen sind  wir nämlich in der – in allen Supermärkten ähnlich platzierten –
Obst- und Gemüsewelt angekommen.

Das gilt für den Supermarkt UND für Ihre Startseite:Smiley_morguefile

Ein aufgeräumter, übersichtlicher Eingangsbereich, der aber gleichwohl einladend wirkt: Da möchte ich ‚rein –
da finde ich, was ich suche!

In der Negativliste hatte ich ein bisschen über innovative Webdesigner und „total kreativ“ gestaltete Startseiten gelästert – die Kreativen mögen mir verzeihen. Wohlgemerkt: Wenn Sie beispielsweise freiberuflicher Webdesigner sind und viele Werbeagenturen als Kunden haben, kann ein solches Entrée durchaus eine wichtige Rolle spielen. Diese Klientel ist  vom Fach.

Confused_Taste_morguefileAber mich persönlich nervt es zum Beispiel höllisch, wenn ich mit dem Cursor erst eine Schnitzeljagd auf einer Startseite veranstalten muss, weil es keine klar erkennbaren Schaltflächen zum Weiterklicken gibt.

Oder wenn unversehens eine musikalische Untermalung aufploppt, die sich nirgendwo zügig abstellen lässt.

Eine andere Variante, „Ihren Eingangsbereich zu voll zu stellen“, ist die Überfrachtung der Startseite mit zuvielen Zahlen, Daten, Fakten: Der Besucher Ihrer Website will sich erst in Ruhe orientieren, bevor er sich auf umfangreiche Informationen einlassen kann! Ebenso kontraproduktiv ist eine unübersichtliche Navigationsleiste – oder womöglich sogar mehrere. Kommt dann  vielleicht noch eine Vielzahl von Menüpunkten dazu, ist die Verwirrung perfekt.

Fazit: Gefällt Ihnen der Eingangsbereich eines Supermarktes nicht, werden Sie  wohl kaum auf dem Absatz kehrtmachen und von dannen rauschen. Sie erledigen Ihre Einkäufe und gehen vielleicht das nächste Mal woanders hin –
FALLS es in der Nähe eine entsprechende Alternative gibt.

Im Web gelten andere Spielregeln:
Nachdem ein Besucher Ihren virtuellen Empfangsbereich betreten hat, zählt jede Sekunde – die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt.

Das waren zu Beginn einige grundlegende Betrachtungen.
Thema des nächsten Artikels: Konkrete Vorschläge, zum Beispiel Stichwort „Inhaberbonus“.
Außerdem ein Beispiel für einen wirklich gelungenen virtuellen Eingangsbereich!

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