Sommerglücksmomente!

Mal wieder Zeit für was Genießerisches…

Ich habe hier das 1. Mal über Sinnliches im Alltag geschrieben und hier erzählt, warum ich das jetzt öfter tun werde. Seitdem gibt es auf diesem Blog die Kategorie Gutes Leben und da springe ich jetzt mitten ‚rein!

Zu meinem Vergnügen kann ich direkt vor der Haustür meine frühmorgendliche Laufrunde starten:
200 Meter die Straße runter, rechts über eine kleine Holzbrücke und schon bin ich im Wald.

Vor ein paar Tagen laufe ich ganz in Gedanken meine Runde, komme auf der anderen Seite am Waldrand raus – da öffnet sich der Blick über das Land und ich bleibe ganz überwältigt stehen: Das erste abgeerntete Feld, die großen Rundballen – der Hochsommer ist da!!

Kornfeld abgeerntet
Das Foto ist nicht gerade allerfeinste Qualität:
Mit dem Handy aufgenommen und tüchtig rangezoomt, die Farben kommen nicht so schön raus – aber es bringt mir diesen Moment wieder zurück: Ich stehe da oben minutenlang am Waldrand, schaue über das Land und freue mich über Weite, Sonne, Wärme, Fülle. Erinnerungen kommen hoch : Als Kinder sind wir stundenlang auf solchen Rundballen herumgetobt – bis uns der Bauer Beine gemacht hat 😉 .

Auf der anderen Seite des Weges steht das Korn noch in voller Pracht:

Kornfeld ÄhrenKornfeld1

Sommerglücksmomente!

Stehenbleiben, mit allen Sinnen genießen. Die Sonne auf der Haut, der Sommerwind streicht sachte um mich herum, fährt in die Getreidehalme und lässt sie rascheln und wispern.
Die wogenden Ähren erinnern mich an die „Unendliche Geschichte“:
Die Heimat von Atréju, dem jungen Krieger, ist nämlich das Gräserne Meer...

Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein Freund großer Hitze.

Deshalb mag ich es, wenn die Sonne ihren Zenit überschritten hat und der Altweibersommer anfängt! Das Licht wird weich, der Himmel bekommt ein tiefes, sattes Blau, die Sonnenstrahlen fallen schräg durchs Geäst und der Wald duftet schon ein bisschen nach Pilzen.

Sonnenstrahlen_Bäume

Pssst, hör mal…

Der Waldweg mit meiner Laufstrecke schlängelt sich immer wieder an dem Flüsschen Bille entlang. Dabei komme ich auch unter einer Betonbrücke hindurch: Hier bilden sich Mini-Stromschnellen, weil das Wasser es an dieser Stelle wegen einer Biegung sehr eilig hat und dort viele Steine im Flussbett liegen.

Ich bleibe unter der Brücke stehen, freue mich an dem Sonnengeglitzer auf dem Fluss und mache dann für einen Moment die Augen zu. Die Brücke hat nämlich einen gewölbten, aus Ziegelsteinen gemauerten Unterbau und so entsteht eine faszinierende Akustik durch das Gluckern, Plätschern und Sprudeln der Bille. Ein paar Schritte nach rechts, einen Moment horchen, dann nach links… und jedes Mal klingt das  Wasserkonzert unter diesem Gewölbe anders. Sozusagen „Die Bille“ statt „Die Moldau“.  😉

Wisst Ihr, wie gut das tut? Die Augen schließen und einfach nur lauschen…

Bille_Laufstrecke

Ja, ja, ich weiß schon:

Dieser Sommer ist wettertechnisch zuweilen etwas unentschlossen. Aber eine lange Hitzeperiode macht die meisten Menschen auch nicht glücklich (mich am allerwenigsten 😉 ) und ein Gewitter bringt wundervolle Ergebnisse, schaut mal:

Regenbogen_Haus
Auf einer Wiese liegen und den Wolken hinterhergucken, am Wasser Libellen bewundern, dem Gesummse der Hummeln lauschen – und wenn die Wespen kommen und uns
den Pflaumenkuchen streitig machen, ist das Hochsommer vom Feinsten!

Blumen im FeldLibelle

A propos Pflaumenkuchen:

Ich habe ein fabelhaftes Blitzrezept entdeckt, besonders geeignet für so ungeübte Bruchpiloten beim Backen wie mich, die es nicht so mit Hefeteig haben 😉 . Und das Feine am Hochsommer ist: Jetzt gibt’s nicht nur Pflaumen, sondern überhaupt soo viel Leckeres – es ist die Zeit der Fülle, der kräftigen Farben und ich kann mich gar nicht sattsehen an all dem köstlichen Zeugs!

MirabellenBrombeerenApfelbaum

Himbeeren

 

 Der Sommer gibt nochmal alles!

Mit Freunden draußen sitzen, Lecker-Leichtes essen, gut gekühlten Grauburgunder trinken, bei Einbruch der Dämmerung den Feuerkorb anmachen…  und wenn man sich dann irgendwann einen Pulli überzieht, weil es etwas frisch wird, ist das doch überhaupt nicht tragisch – oder?? Sonst jammern schließlich alle, dass man „bei der Hitze überhaupt nicht schlafen“ kann… 🙂

Weinglas

 

Auf den Sommer, die Freude und das Leben – auf uns alle!

Habt noch einen wundervollen Sommer, lasst es euch gutgehen und nehmt euch immer mal wieder einen Moment Zeit zum Stehenbleiben, Lauschen, Schnuppern und Fühlen – das entspannt und macht glücklich.

Und falls die Sonne in den nächsten Wochen mal wieder etwas kapriziös ist und sich allzu sehr bitten lässt: Die hier ist immer da. Sun to go, sozusagen 😉 .

Sonne_auf_Pflasterstein

PS: Das Himbeeren-Foto hat  Inga von Thomsen gemacht. Und tausend Dank auch an Marita und Anja für eure wunderschönen Fotos von Regebögen, Libellen, Blumenwiesen und so vielen leckeren Früchten. 🙂

Noch ein bisschen Lust auf „Sinnlichkeit im Alltag“? Dann bitte hier enlang: „Serendipity, Smoothies & Kirchenglocken“

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