Das ist mal wieder typisch für dich!

Kennen Sie Fergie?

Nein, nicht die von den britischen Royals unehrenhaft aus dem Dienst Entlassene, sondern die Sängerin der Black Eyed Peas? Keine Sorge, es geht jetzt nicht um Hip-Hop im Allgemeinen – obwohl ich ein echter Hip-Hop-Fan bin -, sondern nur um den Titel eines Songs dieser Band, der aus einem großartigen Wort besteht:

„Fergalicious“.

Ich mag gelungene Sprachbilder und Wortspielereien, darf ich Sie also kurz dazu einladen?

Fergalicious. Darin steckt der Name Fergie und das Wort delicious, also köstlich, lecker, vorzüglich = das ergibt folglich einen ganz besonderen, einzigartigen und unwiderstehlichen Mix. Ich habe bislang kein deutsches Äquivalent gefunden, also spielen wir ein bisschen mit dem englischen Begriff herum.

„Das ist mal wieder typisch für dich!“

Was denken Sie, wenn Sie das lesen oder hören – assoziieren Sie damit was Positives? Nein, meistens ist das ein von Eltern und Lebenspartnern gern benutztes Statement, das oft rausgeschossen wird, wenn’s in der Kommunikation knallt . Und dann ist es selten nett gemeint. Sprechen Sie’s mal aus und achten Sie auf die Betonung. 🙂

Fergalicious dagegen – hmmm, das ist eine ganz besondere Note, eine einzigartige Kreation. Wie bei einem Parfum. Das könnte eine ganz spezielle, unverwechselbare Mixtur sein mit allem, was für Sie typisch ist. Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen und probieren es mit Ihrem eigenen Namen aus! Bekommt das nicht schon eine ganz andere, viel reizvollere Bedeutung als das leicht giftige typisch…?

Ich gebe zu, in Verbindung mit „Thomas“ oder „Astrid“ hört sich das etwas holprig an. Mit  „Stephanie“ übrigens auch, aber bestimmt haben Sie einen Spitz- oder Kosenamen, mit dem das besser funktioniert: Bei mir wäre das dann „steffi-licious“. Außerdem sollen Sie das ja auch nicht auf Ihre Visitenkarte drucken, sondern nur ein bisschen damit herumspielen.

Also: Was ist denn eigentlich typisch für Sie?

Perle_Auster_kleinAus welchen Ingredienzen setzt sich Ihre ganz spezielle Note zusammen? Worauf wollen Sie nicht verzichten, was macht Ihnen riesengroßen Spaß, wann fängt Ihr Herz an zu hüpfen und was können Sie überhaupt nicht leiden? Welche schräge Angewohnheit haben Sie, wie sähe ein perfekter Tag aus, mit was für Ideen lassen Sie sich am ehesten begeistern?

Sie brauchen hier nicht Privates und Berufliches zu trennen: Das eine beeinflusst das andere, gehört unbedingt zusammen und ergibt Ihr unverwechselbares Profil!

Und für die Außenwahrnehmung fragen Sie doch mal andere:

Menschen aus Ihrem privaten und beruflichen Umfeld, die Ihnen vertraut und wohlgesonnen sind (wichtig: Meiden Sie hier unbedingt die ewigen Kritiker!). Zum Beispiel: „Was, findest du, ist typisch für mich? Mit welchen Worten würdest du mich beschreiben?“ Sie werden staunen, was für wunderbare Antworten Sie bekommen! Mit denen kann man seine eigene Schatztruhe füllen und vor allem dann reingucken, wenn man mit sich selbst gerade über Kreuz liegt oder sich Klarheit über etwas verschaffen möchte.

Ich habe das vor einer Weile auch gemacht und herausgekommen ist eine spannende Liste mit Aussagen und Begriffen: Die hängt noch heute über meinem Schreibtisch. Zusammen mit dem, was ich über mich selbst weiß und gelernt habe, spiegelt sie meinen ganz speziellen Mix wider: Vorlieben, Abneigungen, Interessen, Talente.

Das wiederum hat großen Einfluss darauf, wie ich arbeite.

Ich sitze zum Beispiel sehr  ungern lange vorm Rechner; im Grunde je weniger, desto besser: Ich mag folglich Telefonate und vor allem vis-à-vis-Gespräche viel mehr als eMails oder die Auswertung schriftlicher Unterlagen. Deshalb bekommen meine Kunden mittlerweile nur noch ganz zu Anfang einen Fragebogen – alles andere erarbeiten und entwickeln wir, indem wir zusammensitzen: Da geht’s im Gespräch lebhaft hin und her und dabei kommen richtig gute Ergebnisse raus!  Deswegen gibt es von mir auch keine digitalen Beratungsangebote: Auch wenn das für viele andere Dienstleister eine tolle Sache ist, zu mir passt es nicht. Darüber habe ich hier auch schon mal gebloggt und wissen Sie was? Sich selbst zu kennen, ist schon echt hilfreich. 😉

Also: Das ist „steffilicious“ –

und seitdem ich das so mache, habe ich noch mehr Freude an meinem Business und meine Kunden auch – zumindest die, denen es so geht wie mir, die auch lieber im direkten Gespräch arbeiten. Und die anderen? Diejenigen, die lieber Schriftliches ausarbeiten bzw. sich im Online-Kontakt wohler fühlen? Die könnte ich ohnehin nicht glücklich machen: Das würden wohl kaum jemals zufriedene Kunden werden. Soviel zum Thema Zielgruppe.

Und was ist für Sie typisch?

Viel Vergnügen beim Rausfinden! Und wenn Sie dann wissen, was „günther-licious“, „gabi-licious“ oder „“volker-licious“ ist, schreiben Sie es auf und hängen es sich doch auch gut sichtbar irgendwo hin: Das sind zu 100% unverwechselbar Sie selbst – und darauf können Sie schließlich stolz sein.

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